|
Indien hat ein Wirtschaftswachstum von 8 %. So publizieren es zumindest die Medien. Indiens Computer Experten sind weltweit gefragt, indische Radiologen befunden Röntgenbilder, die per Email versendet werden, Bollywood boomt.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben Indiens, das mit fast 1,2 Milliarden die zweit größte Bevölkerung der Erde ausmacht.
Laut Weltbank leben 44% der Inder unter der Armutsgrenze, d.h. von weniger als einem US Dollar am Tag.
|
 |
|
Der Aufschwung trifft nur einen sehr kleinen Prozentsatz der indischen Bevölkerung. Man gewinnt sogar den Eindruck, daß die "Schere" immer weiter auseinander geht.
|
 |
Geht man durch die Slums fühlt man sich als Westeuropäer um hundert Jahre zurück versetzt, Menschen müssen sich mühselig an Wasserpumpen quälen, tausende teilen sich eine öffentliche Toilette, Krankheiten wie Tuberkulose breiten sich schnell aus, medizinische Hilfe ist einem Großteil versagt, da sich niemand die Kosten für eine Behandlung leisten kann. Es gibt kein Gesundheitssystem wie bei uns, Krankenkassen kennt dort niemand, da es sie auch nicht gibt.
Dies ist der Grund, warum das Komitee Ärzte für die Dritte Welt seit 1983 in den Slums von Kalkutta und der Schwesterstadt Howrah kontinuierlich medizinische Basisversorgung für die Ärmsten der Armen leistet.
|
|
Die schlechte Impfrate und Tuberkulose sind einige der Hauptprobleme, mit der die Ärzte dort täglich zu kämpfen haben; bedingt durch die katastrophalen hygienischen Bedingungen, wie offener Kanalisation.Nicht selten teilen 10 Menschen eine Behausung, die weniger als 10 m2 hat. So breiten sich Infektionskrankheiten rasend schnell aus.
Auch kommen Organisation wie "Interplast Germany e.V." nach Kalkutta, um dort kostenlos zu operieren, jeder operierte Patient könnte eine solche Operation nie bezahlen. Viele von Ihnen erhalten ein Stück ihrer "Würde" zurück und sind nach gelungener Operation wieder in der Lage am Arbeitsleben teilzunehmen, ihre Familie zu versorgen. Wichtig dabei ist einen guten Partner vor Ort zu haben, der sich nach dem "OP Camp" weiter um die Nachsorge der Patienten kümmert, bis die Behandlung abgeschlossen ist.
|
|
|